OZG-connect fördert Zusammenarbeit

Zusammenarbeit ist ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG). Die vom Kreis Warendorf entwickelte Austauschplattform OZG-connect soll diesen Prozess unterstützen. Interessierte Verwaltungen sind zur Mitnutzung eingeladen.

Bis 2022 sollen Bund, Länder und Kommunen alle Verwaltungsleistungen in Deutschland über Verwaltungsportale digital anbieten und diese Portale zu einem Verbund verknüpfen. Grundlage dieser Arbeit ist der OZG-Katalog mit den Leistungsbeschreibungen.

„Uns ist es ein wichtiges Anliegen, dass die Verwaltungen ihre knappen Ressourcen zielgerichtet und effizient einsetzen“, so Dr. Stefan Funke, Kreisdirektor und Dezernent für Digitalisierung des Kreises Warendorf. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Zusammenarbeit hierbei ein ganz wesentlicher Baustein ist.“

Bereits seit vielen Jahren arbeiten die Kreise Coesfeld und Warendorf mit ihren Städten und Gemeinden sowie die Städte Hamm und Münster zusammen. Über eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung nutzen diese den IT-Dienstleister citeq. Seit April 2019 sind alle Städte und Gemeinden aus den vorgenannten Kreisen dem Verbund der citeq beigetreten. „Dieser Zusammenschluss ist eine gute Basis, um die Digitalisierung gemeinsam voranzubringen“, führt Dr. Funke aus. Gemeinsam wurden die Serviceportale der Kommunen an den Start gebracht. Sie sind Grundlage für digitale Antragsprozesse einschließlich der Bezahlfunktion und der Anbindung an bestehende Fachverfahren einschließlich der Dokumentenmanagementsysteme.

Besonderes Augenmerk liegt in den kommenden Monaten auf der Ablösung der bestehenden Formulare. In vielen Fällen sind hierfür nutzerfreundliche Antragsassistenten vorgesehen.

Was umgesetzt werden soll, kann im Wesentlichen dem OZG-Katalog entnommen werden. Doch wo finden sich fertige Lösungen, wer hat ein Digitalisierungslabor eingerichtet, auf welcher technischen Basis läuft das Programm, wo finden wir Best-Practice-Anwendungen? Fragen, zu denen es zurzeit nur wenig Antworten gibt. Um diese Bereiche transparent darzustellen und das Rad nicht immer neu zu erfinden, hat der Kreis Warendorf das Programm OZG-connect entwickelt. Es enthält sämtliche Leistungen des OZG-Kataloges. Dargestellt werden die 575 OZG-Gruppen sowie die dahinterliegenden über 5.000 Leistungen entsprechend dem Leistungskatalog (LeiKa). Umfangreiche Such- und Filtermöglichkeiten erleichtern die Bedienung des Programms. Der besondere Mehrwert liegt jedoch darin, dass jede Verwaltung ihren Bearbeitungsstatus („erledigt“, „in Arbeit“, „offen“) hinterlegen kann. Zudem kann angegeben werden, womit der Antragsassistent bzw. das Programm erstellt wurde. Und dann heißt es, in den kommunikativen Austausch zu treten. „Wir vom Kreis Warendorf haben die positive Erfahrung gemacht, dass andere Verwaltungen bereit sind, Antragsassistenten und Programmkomponenten weiterzugeben. Gleiches gilt natürlich auch für uns. Hiervon profitieren alle Beteiligten“, so Stephan Niebrügge, Projektkoordinator im Amt für Informationstechnik und Digitalisierung.

Verwaltungen im Bereich der citeq werden OZG-connect als Austauschplattform nutzen. Arbeitsteilig und gemeinsam sollen Leistungen auf den digitalen Weg gebracht werden. Auch andere Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus sind eingeladen, diese Plattform mitzunutzen. Interessierte und zur Zusammenarbeit bereite Verwaltungen können sich auf der Seite https://www.ozg-connect.de registrieren.




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